Technische Universität München

The Entrepreneurial University

 
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Funktionell können im Gehirn drei Schichten unterschieden werden, die an der Steuerung von grundlegenden menschlichen Verhaltensweisen beteiligt sind.
  1. Die tiefste Schicht – der so genannte Hirnstamm – ist verantwortlich für autonome lebensnotwendige Prozesse wie Herzfrequenz, Atmung, Blutdruck, Verdauung und Vigilität (Wachheitsgrad). Der Hirnstamm enthält einige grundlegende Substrukturen: Medulla, Pons und Thalamus.
  2. Der Hirnstamm ist umgeben von einer zweiten Schicht, dem limbischen System, das für Motivation, Emotion und Gedächtnis verantwortlich ist. Das limbische System schließt Hippocampus, Amygdala und Hypothalamus ein.
  3. Die dritte Schicht, das Cerebrum (Großhirn) ist verantwortlich für die Integration von Informationen, für die Koordination von Bewegungen sowie für analytisches und abstraktes Denken. Grundbausteine des Cerebrum sind der cerebrale Cortex (Hirnrinde) und das Corpus callosum (Balken).  
Der Frontallappen, ein frontaler Teil des Gehirns, ist beteiligt an Vorgängen wie Planung, Organisation, Problemlösung, selektive Aufmerksamkeit, Persönlichkeit, außerdem an einer Reihe höherer kognitiver Funktionen die z. B. Verhalten und Emotionen einschließen.

Das autonome Nervensystem besteht aus dem sympathischen und dem parasympathischen Anteil. Der sympathische Teil bereitet den Körper auf akuten Stress oder körperliche Anstrengung vor, indem er die Herzfrequenz, die Stärke der Herzmuskelkontraktion, die Blutversorgung des Herzens und der aktiven Muskeln, den Stoffwechsel, den Blutdruck, den Gasaustausch zwischen Lunge und Blut sowie die mentale Aktivität und die Reaktionsgeschwindigkeit steigert. Der parasympathische Teil kontrolliert elementare Funktionen wie Verdauung, Urinbildung, Sekretionsleistung der Drüsen und Energieerhalt. Im Gegensatz zu den Wirkungen des sympathischen Teils verringert seine Aktivität die Herzfrequenz, verengt die Herzkranzgefäße und Gewebe in den Lungen.

Die Kommunikation zwischen Nervenzellen basiert auf der so genannten Neurotransmission. Neurotransmitter sind chemische Substanzen, die die Übertragung elektrischer Signale von einer Nervenzelle zu einer anderen triggern, verstärken und modulieren können. Die Neurotransmitter wandern durch den synaptischen Spalt und binden dann an Rezeptoren, die über den endgültigen Effekt bestimmen. Neurotransmitter können erregende oder inhibierende postsynaptische Potentiale bewirken. Neurotransmitter sind chemische Substanzen, von einfachen Aminen (Dopamin) und Aminosäuren (Gammaaminobuttersäure-GABA) bis hin zu Polypeptiden (Enkephaline). Noradrenalin, Dopamin, Serotonin und GABA sind an der Kontrolle von vielen emotionalen und mentalen Zuständen beteiligt. Die meisten psychoaktiven Arzneimittel erzielen ihre Wirkung entweder über eine Veränderung der Verstoffwechslung der Neurotransmitter oder über eine Veränderung der Empfindlichkeit ihrer Rezeptoren.

Central nervous system 1 de

Central nervous system 2 de

Central nervous system 3 de

Central nervous system 4 de

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